Ostpreußisches Landesmuseum
Das Ostpreußische Landesmuseum mit Deutschbaltischer Abteilung widmet sich einer über Jahrhunderte eng mit Deutschland verbundenen Region. Als international bedeutendes Museum für Landschaft, Geschichte, Kunst und Kultur der früheren Provinz Ostpreußen sowie der Deutschbalten möchte es mit seiner interdisziplinären Sammlung das historische Kulturerbe dieser Regionen erforschen, bewahren und vermitteln. Mit seiner familienfreundlichen Dauerausstellung gilt das Museum als ein eindrucksvoller kultureller Höhepunkt in der Hansestadt Lüneburg.
Zudem zeigt das Ostpreußische Landesmuseum mit Deutschbaltischer Abteilung neben der großen Dauerausstellung jährlich mehrere Sonderausstellungen von bedeutenden Arbeiten der Bildenden Kunst bzw. spannenden kulturhistorischen Themen. Nicht zuletzt wird ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm geboten. Mit einer vergünstigen Kombi-Karte kommen Sie sowohl ins Ostpreußische Landesmuseum mit Deutschbaltischer Abteilung als auch ins Brauereimuseum Lüneburg.
Museumsgütesiegel 2020-2026
Ausstellungen
Auferstanden aus Ruinen – Der Maler Walter Mamat (1912-1976)
Die Motive der Kurischen Nehrung bildeten die Grundlage des künstlerischen Schaffens des in Memel (heute das litauische Klaipėda) geborenen Künstlers Walter Mamat. Vor allem in seinem frühen Werk steht die Landschaft im Mittelpunkt, sie zeigt in dynamischer Malweise vor allem Kurenkähne und die Küste der Nehrung. Folgerichtig suchte er nach seinem Abschluss als Dekorations- und Kirchenmaler die Nähe zum Umfeld der Künstlerkolonie Nidden und zu Carl Knauf, als dessen Schüler und Assistent er sich auch später bezeichnete. Vor seiner Flucht aus Ostpreußen hielt er noch das zerstörte Memel im Bild fest. Mamat wurde anschließend, im Gegensatz zur überwiegenden Mehrheit ostpreußischer Künstler, im sowjetisch besetzten Teil Deutschlands tätig.
Nach seinem Studium an der Kunsthochschule in Weimar konnte er sich als Maler In Wittenberg etablieren. Neben den typisch sozialistischen Bildmotiven der arbeitenden Bevölkerung widmete er sich auch auf seinen Auslandsaufenthalten in der Sowjetunion, in Albanien, Bulgarien oder Georgien weiterhin der Landschaftsmalerei. Aber auch Stillleben, Porträts, Stadtansichten und Genreszenen gehörten zu seinem Repertoire.
Die in Kooperation mit privaten Sammlern konzipierte Ausstellung spürt den Lebensweg des Künstlers nach, der ihn von Memel nach Wittenberg führte.
Depicting the Future. Variations – Neue Kunst aus Estland
Die Zukunft beginnt mit der Vergangenheit, ein solides Fundament gibt den Mut, weiter zu schauen, als das Auge sehen kann. Die Künstlerinnen und Künstler, zugleich Lehrenden an der Kunsthochschule Pallas in Tartu, Estland, zeigen ihre Interpretationen.
Die Spanne des eigenen Lebens ist begrenzt, doch ahnen wir, dass es darüber hinaus noch mehr geben könnte. Ist das beängstigend oder tröstlich? Der Horizont ist ein Versprechen von Weite und Offenheit, die horizontale Unendlichkeit nimmt den ganzen Globus in die Arme. Können oder sollten wir vorhersagen können, was hinter dem Horizont liegt?
Die Ausstellung zeigt zum Teil auch widersprüchliche Ansätze, die das Thema durch die persönlichen Geschichten der Künstler erweitern.
Zu sehen sind eine Vielzahl von Medien der bildenden Kunst - Malerei, Skulptur, Fotografie, Textilkunst, Objekte.
Die Ausstellung ist die Fortsetzung des langjährigen Austauschs zwischen Künstlerinnen und Künstlern aus den zwei Partnerstädten Tartu und Lüneburg, der bereits seit 2003 besteht. Im Jahr 2016 fand eine Ausstellung von Pallas-Künstlern in Lüneburg statt (Kuratorin Reet Pulk-Piatkowska), gefolgt von Ausstellungen Lüneburger Künstlern in der Pallas-Galerie in den Jahren 2017 und 2024. Darüber hinaus haben im Laufe der Jahre mehrere gegenseitige Besuche, Ausstellungen und Meisterkurse stattgefunden.
Die Kuratoren der Ausstellung im Ostpreußischen Landesmuseum sind Heli Tuksam und Aet Ollisaar. Das Ausstellungsdesign stammt von Madis Liplap. Die Ausstellung wird von der Pallas University of Applied Sciences in Tartu unterstützt.
Digital
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